Der Verband Les Routiers Suisses trauert: David Piras ist nach kurzer, schwerer Krankheit am 15. April 2026 gestorben. Seit 26 Jahren war er Generalsekretär. In dieser Zeit hat er mit seinem unermüdlichen Engagement Les Routiers Suisses geprägt – als Gesicht des Verbands, als umsichtiger Chef und vor allem als Mensch.
Dieser Platz hier gehörte schon immer David Piras. Nur ging es bisher nie um ihn selbst, sondern um das, was er der Leserschaft mitzuteilen hatte, als Generalsekretär von Les Routiers Suisses. Auf diesen Seiten äusserte er sich mit markigen Worten und deutlicher Sprache, aber stets sachlich fundiert, zu Angelegenheiten, die den Chauffeurberuf betreffen. Jenem und jenen, die ihn ausüben, fühlte er sich verpflichtet, er war ein leidenschaftlicher Vertreter dieses Metiers. Schliesslich war er nicht nur ein Spitzenfunktionär in der Schweizer Verbandslandschaft, er fuhr schon in den Semesterferien während des Studiums an der ETH Zürich Lastwagen – und hörte nie damit auf. So war er beispielsweise immer wieder für die Hans Kugler AG in Arbon (TG) für ein paar Wochen als Chauffeur unterwegs.
Dadurch behielt er die Perspektive des Chauffeurs im Blick, gleichzeitig genoss er jeweils seine Heimat in der Bodenseeregion, die er vor 26 Jahren Richtung Echandens verliess, um die Stelle des Generalsekretärs von Les Routiers Suisses anzutreten. In dieser Position war er mit Veränderungen konfrontiert, wie beispielsweise der Einführung der CZV. Er verstand es, diese Veränderungen zu nutzen, um die Geschäftsstelle auf allen Ebenen weiter zu professionalisieren. Der Kauf der Liegenschaft in Würenlos gehört auch dazu. Damit gab es einen zentralen Deutschschweizer Standort für den Verband. Dass die Liegenschaft heute amortisiert ist, zeugt vom umsichtigen Wirtschaften und der finanziellen Stabilität, die David Piras wichtig war.
Er diskutierte geradlinig und mit offenem Visier mit der ASTAG, politischen Akteuren, Verwaltungsstellen oder dem eigenen Verwaltungsrat. Er stand hin, wie man so schön sagt, wenn es etwas zu entscheiden gab, intern wie extern. So wurde er intern zum sehr geschätzten Vorgesetzten, dem man vertraute und der auch Vertrauen in die Mitarbeitenden hatte. Extern wurde er zum Gesicht des Verbands, weil es ihm wichtig war, gegen aussen zu kommunizieren und mit den Medien umzugehen. Dies aber nicht, weil er sich als Person in den Vordergrund stellen wollte, sondern weil er eben für den Verband hinstand – wenn nötig auch vor eine Kamera.
Wir hätten ihm noch viele Reisen gewünscht; ob mit seinem gelben Saurer, dem Motorrad, dem Wohnmobil, zusammen mit seiner Frau Ruth Piras nach Amerika, wo die Trucks etwas grösser sind als hier. Und wir hätten gerne noch oft sein Lachen und seinen Humor erlebt. Leider musste er viel zu früh seine letzte Reise antreten.
Dieser Platz in unserem Magazin gehört also noch einmal ihm. Seinen Platz in unseren Herzen wird er für immer behalten.






